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Erstausstattung für Katzen: Die Checkliste für den Einzug

Toilette, Streu, Näpfe, Kratzbaum, Transportbox und Schlafplätze: was deine Katze vom ersten Tag an braucht, worauf du beim Kauf achten solltest und was warten kann.

Bevor eine Katze einzieht, sollte die Wohnung bereit sein. Nicht, weil eine Katze anspruchsvoll wäre, sondern weil die ersten Tage ohnehin aufregend genug sind. Wer am Abholtag noch schnell eine Katzentoilette im Baumarkt kaufen muss, verpasst die Gelegenheit, die neue Mitbewohnerin in Ruhe ankommen zu lassen.

Diese Checkliste zeigt, was wirklich nötig ist, worauf du beim Kauf achten solltest und welche Dinge du dir sparen kannst. Denn im Zoofachhandel und im Internet gibt es unzählige Produkte für Katzen, und längst nicht alle sind sinnvoll.

Das Wichtigste in Kürze

  • Unverzichtbar sind: Katzentoilette mit Streu, Futter- und Wassernapf, Futter, Kratzmöglichkeit, Transportbox, Rückzugsorte und Spielzeug.
  • Halte dich in den ersten Wochen an das Futter und die Streu, die deine Katze schon kennt.
  • Sichere Fenster und Balkon, bevor die Katze einzieht.
  • Faustregel für Toiletten: eine mehr als Katzen im Haushalt.

Die Checkliste auf einen Blick

WasWie vieleWorauf achten
KatzentoiletteAnzahl der Katzen plus einegroß genug, mindestens anderthalbmal so lang wie die Katze
Katzenstreuein Vorrat für einige Wochendieselbe Sorte wie bisher, unparfümiert
Futternapfeiner pro Katzeflach und breit, aus Keramik oder Edelstahl
Wassernapfmehrere in der Wohnungnicht direkt neben dem Futter
FutterVorrat für zwei Wochendieselbe Sorte wie im Tierheim oder beim Vorbesitzer
Kratzbaum oder Kratzbrettermindestens ein großer Kratzplatzstabil, standfest, hoch genug
Transportboxeine pro Katzestabil, von oben zu öffnen
Schlafplätze und Versteckemehrereerhöht und geschützt
Spielzeugeine kleine AuswahlFederangel, Bälle, Spielmäuse
Bürste oder Kammeinepassend zur Felllänge
Fenster- und Balkonsicherungfür alle gefährlichen StellenKatzennetz, Kippfensterschutz

Katzentoilette und Streu

Die Toilette ist der wichtigste Gegenstand in der ganzen Ausstattung. Wenn eine Katze ihre Toilette nicht mag, sucht sie sich einen anderen Ort, und Unsauberkeit gehört zu den häufigsten Gründen, warum Katzen im Tierheim abgegeben werden.

Größe: Viele handelsübliche Katzenklos sind zu klein. Die Katze sollte sich darin bequem drehen und scharren können. Als Richtwert gilt, dass die Toilette mindestens anderthalbmal so lang sein sollte wie die Katze von der Nase bis zum Schwanzansatz. Große Aufbewahrungsboxen aus Kunststoff sind eine günstige und oft bessere Alternative.

Mit oder ohne Deckel: Manche Katzen mögen eine Haube, weil sie sich darin geschützt fühlen. Andere meiden sie, weil sich darunter Gerüche sammeln und sie keinen Überblick haben. Wenn du nicht weißt, was deine Katze gewohnt ist, beginne mit einer offenen Toilette oder stelle beide Varianten zur Auswahl.

Anzahl: Die bekannte Faustregel lautet: eine Toilette mehr als Katzen im Haushalt. Für eine Katze also zwei, für zwei Katzen drei. Das klingt viel, verhindert aber Streit und Unsauberkeit.

Standort: ruhig, gut erreichbar und nicht neben Futter und Wasser. Ein Platz neben der lauten Waschmaschine oder in einem Raum, dessen Tür manchmal geschlossen ist, eignet sich nicht.

Streu: Die meisten Katzen bevorzugen feine, klumpende Streu ohne Duftstoffe. Parfümierte Streu riecht für menschliche Nasen frisch, für die empfindliche Katzennase aber oft unangenehm. Am wichtigsten ist in der Anfangszeit, die Streu weiterzuverwenden, die deine Katze bereits kennt. Wenn du später wechseln möchtest, tu es langsam, indem du nach und nach die neue Sorte untermischst.

Näpfe für Futter und Wasser

Futternäpfe sollten flach und breit sein. Viele Katzen mögen es nicht, wenn ihre Schnurrhaare beim Fressen an den Rand stoßen. Keramik und Edelstahl sind leicht zu reinigen und nehmen keine Gerüche an. Kunststoffnäpfe zerkratzen mit der Zeit, und in den Kratzern können sich Bakterien halten.

Wassernäpfe gehören nicht direkt neben das Futter. In der Natur meiden Katzen Wasser in der Nähe ihrer Beute, weil es verunreinigt sein könnte, und viele Hauskatzen trinken mehr, wenn das Wasser an einem anderen Ort steht. Am besten verteilst du mehrere Wasserstellen in der Wohnung. Ein Trinkbrunnen kann Katzen zum Trinken animieren, ist aber kein Muss. Er muss regelmäßig gereinigt werden, sonst bilden sich Beläge.

Futter für den Anfang

Frag im Tierheim oder beim Vorbesitzer genau nach, welches Futter die Katze bekommt, und kauf einen Vorrat für die ersten ein bis zwei Wochen. Ein Umzug ist Stress genug; eine plötzliche Futterumstellung kann zu Durchfall oder Appetitlosigkeit führen. Wenn du das Futter später ändern möchtest, geh dabei langsam vor und mische über mehrere Tage das neue Futter unter das alte.

Achte bei der Wahl des Futters auf die Bezeichnung „Alleinfuttermittel“. Nur dann enthält es alle Nährstoffe, die eine Katze braucht. Ergänzungsfuttermittel wie viele Snacks oder manche Feuchtfutter-Sorten sind für die tägliche Ernährung allein nicht geeignet.

Kratzbaum und Kratzbretter

Kratzen ist für Katzen ein Grundbedürfnis. Sie pflegen damit ihre Krallen, dehnen ihre Muskeln und hinterlassen Duftmarken aus Drüsen an ihren Pfoten. Eine Katze ohne geeignete Kratzmöglichkeit wird sich das Sofa, den Teppich oder die Tapete suchen.

Ein guter Kratzbaum ist stabil. Wenn er beim Hochspringen wackelt, wird die Katze ihn meiden. Bei großen oder schweren Katzen sind deckenhohe Modelle, die zwischen Boden und Decke verspannt werden, eine gute Wahl. Wichtig ist auch, dass die Stämme lang genug sind, damit sich die Katze beim Kratzen ganz strecken kann.

Manche Katzen kratzen lieber waagerecht. Für sie sind flache Kratzbretter aus Wellpappe oder Sisalmatten ideal. Stell Kratzmöglichkeiten dort auf, wo sich die Katze gern aufhält, zum Beispiel neben dem Sofa oder in der Nähe ihres Schlafplatzes. Katzen kratzen gern direkt nach dem Aufwachen.

Transportbox

Die Transportbox brauchst du schon am Abholtag, und später bei jedem Tierarztbesuch. Spar hier nicht am falschen Ende. Eine gute Box ist stabil, gut belüftet und lässt sich von oben öffnen oder hat ein abnehmbares Oberteil. Dann kannst du eine ängstliche Katze beim Tierarzt untersuchen lassen, ohne sie aus der Box zerren zu müssen. Weiche Taschen sind leicht, bieten aber bei einem Unfall wenig Schutz.

Wenn du die Box nach dem Einzug nicht in den Keller räumst, sondern als gemütlichen Schlafplatz mit Decke in der Wohnung stehen lässt, wird sie für deine Katze zu einem vertrauten Ort und nicht zum Vorboten eines Tierarztbesuchs.

Schlafplätze und Verstecke

Katzen schlafen viele Stunden am Tag und wechseln dabei gern den Ort. Sie mögen erhöhte Plätze, von denen sie den Raum überblicken können, und geschützte Höhlen, in die sie sich zurückziehen können. Ein Platz auf der Fensterbank mit Blick nach draußen ist bei vielen Katzen sehr beliebt.

Gerade in den ersten Tagen braucht eine neue Katze ein Versteck. Das kann ein Karton mit einer Decke sein, eine Höhle im Kratzbaum oder einfach der Platz unter dem Bett. Lass die Katze dort in Ruhe und hol sie nicht hervor.

Spielzeug

Spielen ist für Katzen kein Zeitvertreib, sondern Jagdersatz. Eine Federangel, mit der du Beutebewegungen nachahmen kannst, ist das wichtigste Spielzeug überhaupt. Ergänzend eignen sich kleine Bälle, Spielmäuse, Raschelsäcke und Intelligenzspielzeug, aus dem die Katze Trockenfutter angeln kann.

Achtung bei Spielzeug mit Schnüren, Bändern oder Wollfäden: Wenn eine Katze sie verschluckt, kann das lebensgefährlich werden. Räum solches Spielzeug nach dem Spielen weg.

Fell- und Gesundheitspflege

Für Kurzhaarkatzen reicht eine weiche Bürste oder ein Gummistriegel. Langhaarkatzen brauchen zusätzlich einen Kamm mit breiten Zinken und tägliche Pflege. Eine Krallenschere brauchst du nur, wenn die Krallen deiner Katze nicht ausreichend abgenutzt werden, was vor allem bei älteren Wohnungskatzen vorkommt.

Sicherheit in der Wohnung

Bevor die Katze einzieht, solltest du einmal durch die Wohnung gehen und sie mit Katzenaugen betrachten:

  • Fenster: Gekippte Fenster sind eine bekannte Gefahr. Katzen versuchen, durch den Spalt zu klettern, rutschen ab und klemmen sich ein. Ein Kippfensterschutz aus Metallgitter verhindert das.
  • Balkon: Ein Katzennetz verhindert Stürze. Auch aus niedrigen Stockwerken können sich Katzen bei einem Sturz schwer verletzen.
  • Pflanzen: Einige Zimmerpflanzen sind für Katzen giftig, besonders Lilien. Prüfe deine Pflanzen und entferne giftige Arten.
  • Kabel und Kleinteile: Junge Katzen kauen manchmal an Kabeln. Haushaltsgummis, Haargummis, Fäden und Nadeln gehören außer Reichweite.
  • Waschmaschine und Trockner: Katzen schlafen gern in warmen, dunklen Höhlen. Schau vor jedem Waschgang hinein.

Was warten kann

Vieles, was im Handel als unverzichtbar angeboten wird, kann warten oder ist überflüssig: Katzenkleidung, parfümierte Streu, Futterautomaten mit App, Katzenmilch, die meisten Nahrungsergänzungsmittel und Leckerli in großen Mengen. Beobachte deine Katze in den ersten Wochen. Dann merkst du schnell, was sie mag und was ihr fehlt.

Was kostet die Erstausstattung?

Für eine solide Grundausstattung aus Toiletten, Näpfen, Kratzbaum, Transportbox und Spielzeug solltest du mit einigen hundert Euro rechnen. Hinzu kommen laufende Kosten für Futter, Streu und tierärztliche Vorsorge. Plane außerdem eine Rücklage für unerwartete Tierarztkosten ein oder informiere dich über eine Krankenversicherung oder OP-Versicherung für Katzen.

Häufige Fragen

Brauche ich wirklich zwei Toiletten für eine Katze?

Nicht jede Katze besteht darauf, aber viele nutzen gern eine Toilette für Urin und eine für Kot. Eine zweite Toilette ist eine einfache Versicherung gegen Unsauberkeit.

Darf ich gebrauchte Ausstattung von Bekannten übernehmen?

Ja, solange alles gründlich gereinigt ist. Bei Toiletten von anderen Katzen können die Gerüche der Vorgängerin stören; eine neue Toilette ist hier oft die bessere Wahl.

Ab wann sollte ich ein Katzennetz anbringen?

Vor dem Einzug. Neue Katzen sind oft unruhig und erkunden alles, und ein einziger Sprung kann fatal enden. Wohnst du zur Miete, frag den Vermieter vorher um Erlaubnis.

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